Siona Show 2009 in Schwanstetten

Faszination Tanzen

“Siona Irish Dance” im Schwander Sportheim

Irisches Flair mit Siona Irish Dance

SCHWANSTETTEN (ah) - Wohl kaum eine vom Schwanstettener Kulturförderverein “Kultur in Schwanstetten” (K.I.S.) organisierte Veranstaltung dürfte auf so großes Interesse gestoßen sein wie der Auftritt der Gruppe “Siona Irish Dance” im Turnsaal im Sportheim des 1.FC Schwand. Dr. Bernd Schulze, der Vorsitzende des Kulturfördervereins, übernahm die Moderation des Abends und informierte die Gäste über zahlreiche Details des Irish Dance.

“Siona Irish Dance” ist eine Tanzgruppe mit Mitgliedern aus dem Nürnberger Raum. Im einzelnen waren dies Marina Binder, Marianne Braem, Steffi Gmelch, Annika Hurling, Nina Lederer, Mirjam Müller, Monika Peukes-Müller, Norma Rüter und – der einzige Mann der Gruppe – Johannes Binder. Sie sind Teil der Anne-Marie Cunningham School of Irish Dance. Die Tanzgruppe belegte in der Kategorie Figurentanz den ersten Platz beim Munich Festival 2008, und durch Auftritte,
wie zum Beispiel in Wien, Salzburg und Mailand, sammelte sie internationale Erfahrungen.

Den Abend bereicherten außerdem Marina Müller (Gesang) und Ignace Braem am Akkordeon.

Die Tanzgruppe eröffnete ihr Programm mit der Darbietung “The Redcoats”. Der Titel ist eine Anspielung auf die Engländer (“Rotröcke”). Über Jahrhunderte hinweg hatten sie Irland besetzt und unterdrückt. Sie verboten sogar den Iren das Tanzen. Doch diese fanden einen Weg, das Verbot zu umgehen. Hinter den typischen irischen zweigeteilten Stalltüren wurde munter weiter getanzt.

Von außen konnte man durch den oberen, geöffneten Teil nur die Oberkörper sehen. Um die Engländer zu täuschen, hielten sie diese ruhig, während von der Hüfte abwärts ausgelassen getanzt wurde. Dies war eine der vielen Erklärungen für die spezielle Haltung beim irischen Tanz.

Bei “The Redcoats” sah das Publikum in Bildern, wie sich die Iren von der englischen Übermacht befreiten, wobei am Anfang drei Tänzerinnen in englischen Uniformen zu “Britannia rules the waves” auftraten, bis sich die Iren schließlich durchsetzten.

Es folgten während des Abends zahlreiche weitere Tanzeinlagen, die Titel wie “Celtic Vision”, “Fionas Dance” oder “Reel Around The Sun” trugen. “Siona Irish Dance” bewies auch, dass es sich auch zu Musik von Johann Sebastian Bach stepptanzen lässt. In der Darbietung “Badinerie” geschah dies nach der Orchester-Suite Nr. 2. von Bach. Ein weiteres Glanzlicht setzte die Gruppe mit einem Tanz zu “Carmina Burana”. Diesen eröffnete sie als Mönche verkleidet. Darüber hinaus unterstrichen die Tänzer das vom anschließenden Tanz ausgehende mystische Flair mit brennenden Wunderkerzen.

Zum Irish Dance gehören auch Figurentänze, die Geschichten erzählen und historische Ereignisse nachstellen. Ein Beispiel ist “Navigato Sancti Brendani”. In dieser Geschichte ging der Mönch Brendan mit einer Gruppe Gefährten in einem ledernen Fischerboot auf die Reise nach Westen, um das verheißene Land der Heiligen zu finden. Bevor sie ihr Ziel erreichten, mussten zahlreiche Gefahren überwunden werden. Nach siebenjähriger Reise erreichten Sie schließlich erschöpft, aber glücklich das Paradies.

Einige Mitglieder der Tanzgruppe beeindruckten auch durch Solo-Auftritte. So zeigte zum Beispiel Annika Hurling ihr tänzerisches Können in “The Countess Cathleen”. Mirjam Müller beeindruckte in “Garden Of Eden” mit einer Gymnastikeinlage mit Bändern in den irischen Nationalfarben. An anderer Stelle setzte Johannes Binder unter anderem mit “Job Of Journeywork” Akzente.

Viel Beifall erhielt auch Marina Müller für die Gesangsdarbietungen. Ignace Braem unterstrich das irische Flair mit Akkordeon-Vorträgen.

© Schwabacher Tagblatt vom 14. Februar 2009

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